enabling medical excellence

Fachkräftemangel in Deutschland

Unterschied Arbeits- und Fachkräftemangel

Das Schlagwort Fachkräftemangel ist kein unbekanntes. Die Auswirkungen des Fachkräftemangels sind signifikant: Steht einem Unternehmen nicht ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung, kann dieses möglicherweise nicht die Wirtschaftskraft erreichen, die mit den benötigten Fachkräften erzielbar gewesen wäre.

Im Unterschied zum Arbeitskräftemangel bezieht sich der Fachkräftemangel also nicht auf ein Fehlen an genügend potenziellem Personal im Allgemeinen, sondern speziell auf die nicht gegebene Erfüllung von Qualifikationsanforderungen – also fehlende relevante akademische Bildung und/oder Berufserfahrung – der infrage kommenden Personen. Zu einem Fachkräftemangel kann es folglich auch dann kommen, wenn arbeitsfähige Personen in ausreichender Zahl verfügbar sind, also aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ein gewisses Maß an Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung besteht.

Aktuelle Situation und Prognosen für Deutschland

Obwohl einem großen Teil der Unternehmen die negativen Konsequenzen des Fachkräftemangels bekannt sind, fehlen in Deutschland tatsächlich Zehntausende Fachkräfte:


Statistik: Entwicklung des Fachkräfteindex in Deutschland von Januar 2017 bis Januar 2018 (Index: Durchschnitt 2013 = 100) | Statista

Insgesamt wird mit einer Fachkräftelücke von 3,3 Millionen Personen gerechnet. Zurückzuführen sind diese Prognosen im Wesentlichen darauf, dass sich ein großer Teil des Fachpersonals aus geburtenstarken Jahrgängen altersbedingt aus dem Erwerbsleben zurückzieht. Gleichzeitig werden die zu verrichtenden Arbeiten komplexer, sodass die Halbwertzeit des Wissens sinkt – die Qualifikationsanforderungen steigen in der Folge. Deshalb wird die Fachkräftelücke in Deutschland zunehmend zu einem Problem für ansässige Unternehmen.

Momentan – und auch zukünftig laut aktueller Prognosen – kann Deutschland die Fachkräftelücke nicht einzig durch deutsche Staatsbürger schließen. Immer mehr Fachkräfte werden daher aus dem Ausland vermittelt: In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter aus dem Ausland bereits um vier Prozent angewachsen, Tendenz steigend.

Impressum Datenschutz